1.-Mai-Anlass: Diskutieren und informieren statt randalieren

Warum nicht einmal etwas Neues ausprobieren? Dieser Leitgedanke bewog den Vorstand der SVP Wetzikon dazu, am 1. Mai 2026 für seine Mitglieder und weitere Interessierte einen spannenden Anlass auf die Beine zu stellen. Als die Teilnehmer um 10:30 Uhr eintrafen, wurden sie mit Kaffee und einem kleinen Apéro in der Halle des FBW-Museums begrüsst. Hans Billeter und Sven Tiemann vom FBW-Club führten uns danach kundig durch das Museum. Sie brachten uns anhand der ausgestellten historischen Nutzfahrzeuge ein faszinierendes Stück Zürcher Oberländer Industriegeschichte näher. Das Museum lud zu längerem Verweilen ein, doch allmählich knurrten die Mägen. Deshalb genossen wir draussen bei prächtigem Wetter die feinen Grillspezialitäten von «Grill on Wheels» bei einem Glas Wein.
Nachhaltigkeitsinitiative und EU-Unterwerfungsvertrag
Doch die Politik kam nicht zu kurz: Kantonsrat Daniel Wäfler plädierte in seinem Referat für nachhaltige Lösungen, nicht nur mit Blick auf die bevorstehende eidgenössische Volksabstimmung vom 14. Juni 2026 über die Nachhaltigkeitsinitiative. Es gelte, die begrenzten Ressourcen unseres Landes zu schützen, um auch in Zukunft eine gute Versorgung «für eusi Lüüt» sicherzustellen.
Nationalrat Martin Hübscher richtete den Blick in die Zukunft, nämlich auf den EU-Unterwerfungsvertrag. Er verwies auf beeindruckende Fakten: Die Schweiz wächst zwölf Mal schneller als Deutschland. Mittlerweile sind 98% unserer Baulandreserven überbaut. Nur einer von zehn Zuwanderern ist eine gesuchte Fachkraft – die übrigen neun heizen den Fachkräftemangel an. Seit dem EWR-Nein hat sich die Schweiz durchwegs besser als das EU-Ausland entwickelt. Der Unterwerfungsvertrag würde somit zwangsläufig zu einer Nivellierung nach unten führen. Und nicht zuletzt würde mit der integralen Übernahme des EU-Rechts die vielfältige demokratische Kultur der Schweiz mit Volksabstimmungen, aber auch Vernehmlassungen und Referendumsmöglichkeiten faktisch abgeschafft.
Fazit: 1. Mai geht auch anders
Anschliessend an die beiden Referate spendierte die Ortspartei allen Anwesenden eine Voland-Cremeschnitte und einen Kaffee. Bei angeregten Gesprächen klang der Anlass aus.
Gehaltvolle politische Informationen, geselliges Beisammensein und vertiefte Einblicke in ein einzigartiges Stück Wetziker Industriegeschichte: Dies alles bot der 1.-Mai-Anlass der SVP Wetzikon zu Genüge. Zugleich ist es uns damit gelungen, eine Alternative zu ideologischen Hetzreden gegen das «böse Kapital» und blinder Zerstörungswut zu bieten, wie sie den 1. Mai andernorts leider auch in diesem Jahr wieder prägten.
SVP Wetzikon



